Meine Geheimtipps für London

Aktualisiert: 13. Aug 2020

Mittlerweile sind sie dann doch nicht mehr so geheim, aber stehen nicht immer auf der London-Bucket-List. Wenn ihr also etwas länger in London seid und nicht nur das Standard-Programm an Sightseeing unternehmen wollt, dann habe ich euch noch einige spannende Aktivitäten zusammengestellt.




London Bridge Experience


Gruselt ihr euch auch so gerne wie ich? Wenn euch das London Dungeon zu wenig war, habe ich einen wirklich guten Tipp für euch: Das London Bridge Experience und die London Tombs. Der Eingang ist etwas versteckt unter der London Bridge, ganz in der Nähe des Borough Market. Der Preis ist zugegebenermaßen etwas hoch, aber dafür bekommt man auch wirklich was geboten. Wir waren immer eine kleine Gruppe von ca. 10 Personen.



Im ersten Teil wird man von verschiedenen Schauspielern durch die dunkle Geschichte der London Bridge geführt. Man bekommt einen kleinen Einblick zum verheerenden Brand und in die grausamen Taten von "Jack the Ripper". Der Zweite Teil ist jedoch um einiges erschreckender und absolut nichts für Kinder. Obwohl angegeben wird, dass die Tour für Kinder über 11 Jahren geeignet ist, würde ich Eltern empfehlen, diesen Teil mit ihren Kindern auszulassen. Allein die Sicherheitshinweise in einem unheimlichen Video sind beängstigend. Einige Eltern haben ab dann die Tour dort beendet.


Die Attraktion wurde in einer ehemaligen Pestgrube errichtet. Es ist stockdunkel und es gibt keinen Guide mehr. Man muss die Hände an die Schultern des vorderen legen und geht langsam durch die sehr unheimlich gestalteten Gänge. Auf dem Weg gibt es die ein oder anderen Überraschungen. Ich will aber nicht zu viel verraten, deshalb seht es euch lieber selbst an.



Highgate Cemetery


Der alte Friedhof liegt im Stadtbezirk Camden und die Besichtigung kann gut mit einem Besuch des Camden Market vereint werden, da er nur wenige U-Bahn Stationen entfernt liegt. Da im 19. Jahrhundert die Möglichkeiten der Bestattungen in London erschöpft waren, wurden insgesamt 7 Friedhöfe durch Privatunternehmen gebaut. Es ließen sich hauptsächlich gut situierte Familien auf dem Friedhof begraben, wodurch die Gräber sehr aufwendig gestaltet sind. 


Er teilt sich in den westlichen und älteren Friedhof, sowie dem östlichen und größeren auf. Der Westfriedhof kann nur mittels einer (ca 90 Minütigen) Führung besichtigt werden. Die Stimmung auf dem Friedhof ist sehr unheimlich. Die Grabsteine sind mit Moos und Efeu überdeckt und der hier wachsende Bärlauch verbreitet einen feinen Geruch nach Knoblauch. Da viele Gräber meterweit unter die Erde gehen, sollte man den Weg nicht verlassen, da es sein kann, dass man in ein Grab stürzt. Und ich glaube das möchte wirklich niemand. Unter der Woche sollte vorab ein Ticket von 12 £ gekauft werden. Die Führung findet in kleineren Gruppen statt und bieten viele Informationen über den Friedhof.

Der Ostfriedhof befindet sich dann direkt nebenan und kann auf eigene Faust erkundigt werden und kostet 8 £ pro Personen. Hier befindet sich auch die letzte Ruhestätte von Karl Marx.





Neil`s Yard

Ich habe bereits vor unserem Trip viele Bilder vom Neal`s Yard gesehen. Eine kleine Gasse im Londoner Covent Garden. Ich war etwas überrascht, denn ich hatte mir den Platz etwas größer vorgestellt, als er tatsächlich ist. Außerdem ist er nicht sehr leicht zu finden, da es sich lediglich um einen Innenhof handelt. Es befinden sich hier aber einige nette kleine Cafes und Läden, die ihre organischen Produkte verkaufen. In dem versteckten Hof kann man sich entspannen und ein veganes Essen genießen. Die Häuser sind sehr bunt und mit Pflanzen verziert. Wer also in der Gegend ist, kann hier ein paar schöne Fotos schießen.





Peggy Porschen

Die kleine Konditorei liegt in der nähe der Victoria Coach Station und ist ein echter Hingucker. Die Inhaberin Peggy Porschen stammt aus Deutschland und ist vor allem bei den Stars sehr beliebt. So hat sie bereits für die Royals, Kate Moss, Elton John und Anthony Hopkins gebacken. Sie hat sich in London einen Namen gemacht und ein erfolgreiches Unternehmen gegründet.




Die kleinen Törtchen und Kekse sind alle sehr liebevoll gestaltet. So wie auch die Konditorei selbst. Man kann hier einen leckeren Kaffee trinken und vor dem Laden verweilen. 





St. Dunstan in the East


Die ehemalige Kirche befindet sich in der City of London. Nur wenige Minuten von der Tower Bridge entfernt. Sie wurde bei deutschen Luftangriffen zerstört und dient jetzt als Park. Die Ruine befindet sich zwischen den neuen Gebäuden Londons und bietet somit ein schönes Bild der Gegensätze.




Die Mauern sind alt und teilweise von exotischen Pflanzen bewachsen. Bei unserem Besuch fanden 2 verschiedene Hochzeits-Fotoshootings statt, der Platz muss wohl sehr beliebt sein. Wenn ihr also den Tower of London besuchen solltet, könnt ihr euch diese Ruine ansehen. Man verbringt hier allgemein nicht sehr viel Zeit, kann aber durchaus schöne Fotos machen.






Stonehenge


Letztes Jahr haben wir noch einen Ausflug zur Stonehenge unternommen. Mit einem Bus der "Golden Tours" fuhren wir zum ca. 2 Stunden entfernten Bauwerk aus der Jungsteinzeit. Der Bus fuhr jeweils am Vormittag und Nachmittag  von der Victoria Coach Station ab und dauerte ca. 5 Stunden. Um 45 £ gibt es einen Audio-Guide und die Eintrittskarte. Und natürlich die Fahrt in einem klimatisierten Bus.

Über die genaue Verwendung der Anlage existieren viele verschiedenen Theorien. Eine religiöse Tempelanlage, eine Begräbnisstätte oder doch ein astronomischen Observatorium? Das wissen wohl nur die fleißigen Arbeiter, welche die schweren Steine hergeschleppt und in Form eines Kreises angebracht haben.




Vom Besucherzentrum fahren Shuttlebusse zur Stonehenge und da hatten wir dann etwa 2 Stunden Zeit den Steinkreis zu bewundern und einige Informationen mittels der - in deutscher Sprache - verfügbaren Audio-Guides. Rund um die Anlage gibt es nichts. Endlose Wiesen und Felder, welche von Schafen bewohnt werden. Es waren weniger Menschen hier als ich erwartet. 




Beim Besucherzentrum befinden sich dann auch WC`s, ein kleines Cafe und ein Souveniershop. Außerdem kann man auch die Behausungen der früheren Arbeiter bestaunen.






Warner Bros Studio


Das riesige Film- und Medienkomplex befindet sich eine Autostunde vom Zentrum Londons entfernt. Gestartet haben wir unsere Tour - wie auch die der Stonehenge - von der Victoria Coach Station aus.



Im Studio wurden viele Szenarien für die erfolgreiche Filmreihe erreichtet. So auch die große Halle von Hogwarts und das Zaubereiministerium. Nach dem Dreh wurden die Sets für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es werden auch viele Requisiten und Kostüme ausgestellt. Der  originale Hogwarts- Express, der Fahrende Ritter und auch das Haus der Dursley´s in Little Whinging können bestaunt werden.



Das gebaute Schloss ist überraschenderweise sehr klein und diente in den Filmen für die wunderbaren Außenaufnahmen. Das kann leider nicht mit dem riesigen Schloss in den Universal Studios in Orlando mithalten. Obwohl hier in England das Original steht, hat mich die nachgebauten Filmkulissen in Orlando etwas mehr beeindruckt. 



Das Highlight im Warner Bros Studio war für uns definitiv die Winkelgasse. Man fühlte sich wieder jung und als Teil der magischen Welt von Harry Potter. Viele Jahre habe ich die großartigen Abenteuer unserer Filmhelden verfolgt und nun kann man für einige Stunden selbst ein Teil davon werden. 



Wer will, kann sich vor dem Ausgang auch noch ein Butterbier gönnen. Ich muss sagen, es hat mir leider gar nicht geschmeckt aber irgendwie doch cool wenn man das gleiche trinkt wie seine Kindheitshelden. Gekostet hat der Ausflug ca. 100,00€ pro Person und wir waren für insgesamt 7 Stunden unterwegs. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.




Wer noch nicht genug von Harry Potter gesehen hat, sollte noch einen kleinen Abstecher zum Kings Cross Bahnhof machen. Er befindet sich in der Nähe vom Camden Market in London. In der Halle wurden die Szenen für die Abfahrt nach Hogwarts gedreht. Das Gleis 9 3/4 gibt es natürlich nicht wirklich. Jedoch wurde für die Touristen ein Schild und ein - in der Wand verschwindender - Gepäckwagen angebracht. Fast identisch übrigens wie im Warner Bros Studio. 




In der Bahnhofshalle befindet sich auch noch ein sehr toller Harry-Potter-Shop. Leider wimmelt es hier aber nur so von Besuchern und wer ein Foto mit sich und dem Gepäckwagen will, muss sich anstellen. 





HipChips


Ein sehr ausgefallenes Restaurant befindet sich in Soho. Auf der Speisekarte gibt es nur ein Gericht zu finden: Chips. 

Es bietet aber eine breite Palette an Chips aus verschiedenen Kartoffelsorten und zahlreichen Dips. Die gibt es in salzigen aber auch in der süßen Variante, wie Schokolade oder Crème brûlèe. Die Kartoffelchips werden außerdem mit Zimt anstatt mit Salz zubereitet.


Die Chipsboxen gibt es in 3 verschiedenen Größen. Die Large-Version ist für eine Person dann doch etwas zu viel. Die Dips schmeckten alle ausgezeichnet. Von Cheddarcheese, BBQ, Knoblauch und scharfem Ketchup ist sicher für jeden was dabei. Ein Besuch ist für Chipsfans (zu denen ich mich auch zählen kann) ein absolutes MUSS. 





Das Restaurant hat es 2017 sogar in die Fernsehsendung "Galileo" nach Deutschland geschafft. 

In Großbritannien werden Chips übrigens eher Crisps genannt. 




The Churchill Arms


Das Chuchill Arms ist kein gewöhnliches Pub, wie man auf den ersten Blick erkennen kann. Das Gebäude ist übersät von wunderschönem Blumenschmuck und wer sich in der Nähe befindet, sollte dem Pub einen Besuch abstatten. Es befindet sich zwischen dem Kensington Gardens und dem Holland Park.






Emirates Air Line


Im Osten von London befindet sich eine 1.100 Meter lange Seilbahn. Sie verbindet die Stadtteile Greenwich und Docklands miteinander. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde die Seilbahn 2012 von der Fluggesellschaft Emirates gesponsert und von der Vorarlberger Firma Doppelmayr gebaut. Mit ca 50 meter über dem Meeresspiegel ist die Seilbahn wirklich hoch und man kann sehr weit sehen. Es erinnerte mich ein wenig an die Gondelbahn in Lissabon.


Eine Fahrt kostet 4,50 £ für einen Erwachsenen. Für Inhaber der Oyster-Card oder Travelcard gibt es Ermäßigungen. Eine Fahrt kann ganz gut mit einem Besuch des Excel Messegelände oder dem O2 verbunden werden.


Das O2 ist ein riesiger Entertaiment-Komplex in Greenwich. Bis 2005 Millennium Dome genannt, ist das Gebäude das größte Kuppelbauwerk der Welt. Es finden regelmäßig Konzerte statt und im Inneren befinden sich zahlreiche Restaurant, sowie ein Kino. 




Wooden Hut

MyTravelstories

by Cindy Sophie