Schloss Neuschwanstein - Ein Märchen im Allgäu

Aktualisiert: 13. Aug 2020

An der Grenze zu Österreich im bayrischen Schwangau gibt ein Schloss, das Mädchenherzen höher schlagen lässt.

Es befindet in der Nähe der Zugspitze und mitten im schönen Allgäu. Das Schloss wurde 1896 für den bayrischen König Ludwig II. erbaut. Er hat es als seinen privaten Rückzugsort errichten lassen. 

An einem etwas bewölkten Samstag wollten auch wir die Burg bestaunen und machten uns mit unserem Auto auf den Weg.

Am Parkplatz angekommen glaubten wir unseren Augen kaum, wie viele Touristen hier waren. Uns war ja schon klar, dass es eine Menge Menschen hier her verschlägt, aber mit diesem Andrang haben wir tatsächlich nicht gerechnet.

Vor Allem die vielen asiatischen Menschen verwunderten uns.  

Da mussten sie doch eine sehr lange Anreise auf sich genommen haben. 




Dann ging es zu Fuß weiter zum Schloss hinauf. Der Aufstieg kann auch mit Pferdekutsche erklommen werden. Ich als Tierliebhaberin, werde das natürlich nicht empfehlen und der Gesundheit hat ein bisschen spazieren auch noch nicht geschadet. Es ist aber immer wieder amüsant, wir viele Touristen doch tatsächlich mit Flip-Flops oder gar High-Heels den Weg bestreiten wollen.

Man kommt ganz nah ans Schloss und kann auch hinein. Dafür muss man jedoch bereits unten am Parkplatz in der langen Schlage anstehen, um ein Ticket (13€) zu bekommen. Da im Schloss ein absolutes Fotografier- und Filmverbot besteht, haben wir uns dagegen entschieden.



Die Marienbrücke


Weiter am Schloss vorbei kommt man zur Marienbrücke. Hier hat man einen sehr guten Blick zum Schloss und auf der anderen Seite zu einem kleinen Wasserfall.

Wäre die Brücke nicht verstopft von Menschen. Mit etwas Glück und Gedränge kann man dann seine Fotos schießen. Es begegnete uns sogar ein Hochzeitspaar.

Für mich absolut nicht verständlich, wie man sich hier in so einer Touristenhochburg das Ja-Wort geben kann. Da gibt es doch weitaus schönere und vor allem einsamere Burgen und Schlösser.






Darf's  ein bisschen mehr sein


Auf dem Weg zurück haben wir uns noch das Schloss Hohenschwanau angesehen.

Diese ist genau gegenüber und kann nicht übersehen werden.

Die Geschichte reicht sehr weit zurück. im 12. Jahrhundert lebten hier die Ritter von Schwangau. Später wurde das Schloss von König Ludwig II. in königliche Appartements umdekoriert.





Mit herrlichem Blick zum Alpsee geht es einige Stufen zum Schlossgarten. Vorbei an mit Efeu bewachsenen Schlossmauern und vielen kleinen Brunnen.

Der Garten ist wirklich wunderschön gestaltet. Ein riesiger Brunnen steht umgeben von den schönsten Bäumen. Sehr schön.

Auch hier man sich mit entsprechendem Ticket das Schlossinnere ansehen. Es gibt auch ein Kombiticket für beide Schlösser.

Das Schloss ist ein Besuch wert und kann sehr gut mit Neuschwanstein mithalten. Für mich ein kleines Highlight. Natürlich wimmelt es auch hier von Menschen, bei Weitem aber nicht so viele.

Das hat dann doch etwas mehr mit Romantik zu tun.

Wir machten hier noch einen kleine Spaziergang um den Tag etwas ruhiger ausklingen zu lassen.




Das Schloss Neuschwanstein sollte jeder einmal besucht haben. Stand es doch sehr lange auf meiner Liste. Jedoch hat es dann doch sehr wenig mit Romantik zu tun. Dafür waren einfach zu viele Menschen versammelt. Deshalb war ich doch etwas enttäuscht. Mit einem Rückzugsort - wie von König Ludwig II. ernannt - hat das nicht mehr viel gemein. Vielleicht hätten wir uns auch einen besseren Zeitpunkt aussuchen können. Nicht mitten in den Sommerferien.

Im Winter, mit den schneebedeckten Bergen und Feldern, dürfte das bestimmt ein traumhafter Anblick sein.