Sunshine State - Mit dem Auto durch Florida

Aktualisiert: 13. Aug 2020

Es war immer schon ein Traum von mir, mit dem Auto durch die USA zu fahren und dabei den "American Way of Life" hautnah zu erleben. Als im Jahr 2010 der Themenbereich "The Wizarding World of Harry Potter" in den Universal Studios in Orlando eröffnet wurde, war für mich eines klar: Da muss ich hin! Aber auch sonst hat Florida einiges zu bieten: Die Everglades, Miami Beach, weiße Strände und türkisblaues Meer. Natürlich lockt auch das schöne Wetter und die angenehmen Temperaturen. Denn nicht umsonst wird Florida auch der "Sunshine State" genannt. Hier scheint fast das ganze Jahr die Sonne, ideal also um den winterlichen Temperaturen in Österreich zu entkommen. Da wir jedoch nur 11 Tage zur Verfügung hatten, war die Planung der Reiseroute nicht ganz einfach. Man möchte natürlich so viel wie möglich sehen, aber trotzdem sollte man nicht zu knapp planen. Wer will denn schon die meiste Zeit seines wohlverdienten Urlaubs im Auto verbringen? Da es sich um unsere erste Fernreise handelte, konnten wir die Folgen des Jetlags nur schwer einschätzen. Natürlich gibt es noch viele andere Dinge, die im Vorfeld einer Florida-Reise zu beachten sind. Das habe ich euch in einem anderen Artikel zusammengefasst und auch noch Wissenswertes über Florida dazugepackt. 



Orlando


Da wir erst um 19 Uhr in Miami ankamen, entschieden wir uns für eine Übernachtung in der Nähe des Flughafens. Nach einem 10-Stunden-Flug ohne Schlaf,waren wir froh, nicht mehr lange mit dem Auto fahren zu müssen. Im Jänner ist es um diese Zeit sowieso schon dunkel. Für unseren ersten richtigen Stopp entschieden wir uns dann für Orlando. Mit dem Auto ist man in 3-4 Stunden in der Stadt der Vergnügungsparks. Die Fahrt auf Florida's Turnpike ist mautpflichtig. Auf der Fahrt gibt es nicht allzu viel zu bestaunen. Jedoch waren wir gleich zu Beginn sehr fasziniert von den vielen großen Trucks, den überdimensionalen Wohnmobilen und den unzähligen Ford Mustangs. Das ist genau so, wie man sich das in Amerika vorstellt.



Universal Studios


Unser Hotel war ca. 15 Minuten Autominuten von den Universal Studios entfernt. Dadurch konnten wir so früh wie möglich starten. Die Studios Teilen sich in 3 verschiedene Parks auf: Universal Studios, Universal's Island of Adventure und dem Wasserpark Volcano Bay. Für die Tickets gibt es verschiedene Optionen. Da ich alle Harry Potter Attraktionen sehen wollte, entschied ich mich für die ersten beiden Parks, denn der Themenbereich "Harry Potter" ist leider aufgeteilt. Da die Eintrittskosten der Parks sehr hoch sind, haben wir uns nur für einen Tag entschieden. 




Angefangen haben wir mit den Universal Studios. Geöffnet hat der Park um 9:00 Uhr. Wir fuhren mit dem Auto zu den Parks. Es gibt 2 riesige Parkhäuser, welche aber auch einen stolzen Preis von umgerechnet ca. 20€ haben. Wer einen Parkservice haben möchte, muss natürlich noch tiefer in die Tasche greifen. Über den CityWalk geht es dann zu den Eingängen. Die 2 Parks sind nicht weit voneinander entfernt. Da wir bereits kurz nach 9:00 an der zu diesem Zeitpunkt noch sehr überschaubaren Warteschlange ankamen, konnten wir die Ruhe vor dem Sturm noch etwas genießen. Denn so ruhig sollte es nicht bleiben. Am Eingang muss man auch seinen Fingerabdruck abgeben. Achtung: Wer mit dem Ticket noch einen weiteren Park besuchen möchte, sollte sich merken, welcher Finger das war. Auch das Ticket wird dann nochmals benötigt





Der Park ist sehr schön gestaltet und liebevoll dekoriert. In unserem Fall noch weihnachtlich. Alles steht im Zeichen der Kinofilme. Gleich am Beginn findet man sich in "Hollywood" wieder. Vorbei an den teuren Geschäften, kann man auf dem Walk of Fame entlang schlendern und ein Foto mit einem Marilyn Monroe Double schießen. Man hat tatsächlich ein wenig das Gefühl, dass man sich in einer anderen Stadt befindet. So wie Los Angeles, wurde auch New York und San Francisco nachgebaut. Es gibt auch einen eigenen Bereich für Kinder. Was mir besonders gefallen hat, war die detailgetreue Nachbildung von Simpsons Springfield. Neben dem nachgebauten Krustyland, konnte man ein Bier in MOE'S Taverne trinken oder den Hunger im Krusty Burger oder Luigi's stillen. Im Kwik-E-Mart gibt es dann noch die passenden Souveniers zum Thema Simpsons. Ohne Zweifel haben sich die Betreiber für den Nachbau viel Mühe gegeben. Aber natürlich ist das nichts im Vergleich zum Harry Potter Themenbereich. Ich war ja bereits im Warner Bro. Studio in London, aber hier in Orlando war das Alles noch größer, spektakulärer und umfangreicher. Vorbei am Grimmauldplatz Nr. 12 (wo auch der "Fahrende Ritter" auf Fahrgäste wartet), kommt man zur Mauer, die sich von Zauberern magisch öffnen lässt und Zutritt in die berühmte Winkelgasse gewährt. Alle bekannte Geschäfte und Pubs befinden sich in der gepflasterten Gasse. Neben Schreibwaren, Kleidung und Zauberstäbe, finden die jungen Hexen und Zauberer alles was für den Schulbesuch in Hogwarts benötigt wird. Für uns Muggel sind das natürlich etliche Souveniers und Süßigkeiten in allen Formen und Farben. In jedem Geschäft das Passende versteht sich. Auch ich habe mich dazu hinreißen lassen, einen Schockofrosch mit Sammelkarte von berühmten Zauberern, zu kaufen. Für knapp 11$ kein Schnäppchen, für mich jedoch ein schönes Souvenier. Das absolute Highlight war für mich die Zauberer-Bank "Gringotts". Denn auf dem Dach sitzt ein riesiger, feuerspeiender Drache. Ja ihr habt richtig gelesen: alle 10 Minuten speit er Feuer! Es handelt sich um den Bewachungsdrachen, welcher im letzten Teil befreit wurde. Unglaublicher Anblick. Bei "Ollivanders" können auch Zauberstäbe aller bekannten Hexen und Zauberer käuflich erworben werden. 




Universal's Island of Adventure

Nach der Hälfte des Tages ging es für uns dann im Island of Adventures weiter. Mit dem Hogwartsexpress gehts direkt vom Kings Cross Bahnhof nach Hogsmeade. Der Zug und der Bahnhof sehen dem Original verblüffend ähnlich. Die Fahrt dauert nicht lange, jedoch sollte man auf jeden Fall aus dem Fenster sehen, denn hier zeigt sich die ein oder andere Überraschung. Hogsmeade wurde genauso wie die Winkelgasse sehr detailgetreu nachgebaut. Auch hier befinden sich alle bekannten Geschäfte und Pubs. Wer möchte, kann auch ein Butterbier trinken. Das habe ich bereits in London probiert und es hat mir leider überhaupt nicht geschmeckt. Etwas gewöhnungsbedürftig war jedoch der Schnee auf den Dächern. Bei 27° war das doch ein wenig seltsam.




Durch die Häuser kann man dann auch schon das Hogwartsschloss erkennen. Sehr groß und beeindruckend. Darin befindet sich ein Fahrgeschäft: Harry Potter and the Forbitten Journey. Eine Simulationsfahrt. Mit einer stolzen Wartezeit von 3 Stunden, gaben wir uns jedoch mit der Außenansicht zufrieden. Das war mir dann doch zu lange. Das Gleiche spielt sich auch bei den übrigen Fahrgeschäften ab. Unter einer Stunden Wartezeit geht hier gar nichts. Leider haben wir in den Winterferien den Park besucht, doch leider ging sich das nicht anders aus. Gleich nach Hogwarts befindet man sich im Jurassic Park. Das war dann ein kleiner Kulturschock. Auch die anderen Themenbereiche wie Kong Island und Mavel Super Hero sind auch alle schön gestaltet. 




Kennedy Space Center


Solltet ihr in Orlando Urlaub machen und noch einen weiteren Tag zur Verfügung haben, so bietet sich das knapp 1 Stunde entfernte Kennedy Space Center an. Das große Besucherzentrum befindet sich auf Merrit Island. An der Ostküste Floridas. Hier dreht sich alles um das Thema Raumfahrt. Von hier aus starteten in der Zeit von 1968 bis 2011 alle bemannten Raumflüge der USA. Ein Erwachsenenticket kostet stolze 57$ bzw. 52$ bei Onlinekauf. Finde ich ein bisschen viel, aber wir haben den Ausflug absolut nicht bereut.




Das Highlight war die Raumfähre "Atlantis", welche hier für die Besucher ausgestellt wurde. Auch der "Rocket Garden" wurde wirklich schön gemacht und man kommt aus dem staunen gar nicht mehr heraus. Es werden auch Bustouren zum nahegelegenen "Apollo/Satun V Center" angeboten. Das ist im Preis mit inbegriffen und das kann ich euch nur empfehlen. Vorbei am riesigen "Vehicle Assembly Building", kurz VAB genannt. Eines der größten Bauwerke der Welt übrigens. Sehr imposantes Gebäude der NASA. Im Bus erhält man auch noch viele Informationen über die Bauwerke. Im Center angekommen befindet sich noch eine der zwei verbliebenen Saturn V Raketen. Vom Garten kann man auch die Startrampe LC-39A erkennen. Man entscheidet selbst, wie lange man sich hier Zeit lassen möchte, denn es fahren ständig wieder Busse zurück. Einfach einsteigen und wieder zurück fahren. Auf dem Weg kann man mit etwas Glück auch einen Weißkopfseeadler sehen. Was ich auch ganz schön fand, war das Memorial der verunglückten Astronauten. Außerdem befindet sich hier noch ein IMAX 3D-Kino und ein Mars Rover. Also ein gelungener Tag mit vielen neuen und interessanten Informationen rund um die NASA. Ein Souvenier durfte natürlich auch nicht fehlen. 





Clearwater Beach


Nach den aufregenden aber auch sehr stressigen Tagen in Orlando machten wir uns wieder auf in Richtung Süden. Den nächsten Stopp legten wir schließlich in Clearwater Beach ein. Ich habe schon viel von diesem Strand gelesen. Hier soll mit dem weißen Sand und klarem Wasser einer der schönsten Strände Floridas sein. Ich kann mit absoluter Überzeugung sagen: Das stimmt! Clearwater ist mit den meisten Sonnentagen (361) sogar im Guinness-Buch der Rekorde. Leider hatten wir aber nicht so viel Glück, denn es war bei unserer Ankunft sehr bewölkt und mit 17° unser kältester Tag in Florida. Das hielt uns aber nicht davon ab, am Strand zu spazieren.




Durch den starken Wind hat es auch einige tote Pfeilschwanzkrebse angespült. Aber auch sehr viele Muscheln. In Clearwater Beach kommt ein richtiges Urlaubsfeeling auf. Hier könnte ich auch gerne länger Urlaub machen. Nur die Parksituation ist etwas schwierig. Wir hatten ein Hotel mit Tiefgarage. Würde ich euch auch raten. Nach einer Nacht mussten wir uns aber schon wieder auf den Weg machen. Next Stop: Naples. 





Sanibel

Eigentlich haben wir uns nur für Naples entschieden, weil wir zwischen Clearwater und den Florida Keys einen Zwischenstopp brauchten, denn sonst wäre die Fahrzeit viel zu lang. Außerdem wollte ich in der Nähe des Everglades National Park übernachten, damit wir ganz früh am morgen starten konnten. 

Auf meiner Liste stand aber auch noch die Insel "Sanibel", an dessen Strände es die größten Muschelvorkommen der USA gibt. Tatsächlich gibt es Muscheln in allen erdenklichen Farben und Formen. In dem Ausmaß habe ich das noch nie gesehen. Unser Auto haben wir am Bowmans Beach geparkt. Ein großer, aber recht teurer, Parkplatz. Von da ist es nur ein kleiner und außerdem sehr schöner Spaziergang an den Strand. Am Strand selbst war es sehr ruhig. Zum Baden war es etwas zu kalt. Aber trotzdem haben wir uns bis zum Knie ins Wasser getraut. Am Meeresboden sind derart viele Muscheln, dass man fast nicht darauf gehen kann. Wir verbrachten hier einige Stunden. Mit Souvenier im Gepäck ging es dann aber auch schon weiter nach Naples, wo wir dann den Abend und die Nacht verbrachten. 





Everglades National Park


Ganz früh am Morgen machten wir uns bereit für die Everglades. Von Naples fuhren wir auf dem Tamiami Trail. Da hat man die bessere Chance auf Tierbeobachtungen als auf der Alligator Alley. Entland der Straße gibt es auch zahlreiche Anbieter der bekannten "Airboat-Tours". Unser erster Stopp war beim Big Cypress Oasis Center, welches aber leider geschlossen hatte. Aber hier haben wir die ersten Alligatoren gesehen. Danach fuhren wir weiter über Homestead zum "Ernest F. Coe Visitor Center". Ich würde euch einen Besuch empfehlen, denn hier erhält man die ersten Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt in den Everglades. Man bekommt auch eine gratis Karte. Auf dieser sind auch die sogenannten "Trails" eingezeichnet. Die verschieden langen Wege, welche man zu Fuß laufen kann. Unser Ziel war das Flamingo Visitor Center, am Ende der Straße. Als erstes kamen wir am "Anhinga Trail" vorbei. Diesen solltet ihr euch unbedingt ansehen, denn hier gibt es eine Menge Alligatoren, auch am Wegrand liegen sie und lassen sich in der Sonne trocknen. Außerdem ist die Landschaft hier wunderschön. Beim Parkplatz gibt es auch den kleinen "Gumbo Limbo Trail", dieser geht durch den Wald.




Als nächstes fuhren wir zum "Long Pine Key". Hier befindet sich ein Campingplatz und ein wunderbar idyllischer See. Der Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Weiters sind noch der Pa-Hay-Okee Trailhead und der Mahogany Hammock Trail erwähnenswert. Sonst gibt es immer wieder kleinere Wege und Stopps. Wenn man alles sehen will, braucht man schon einen ganzen Tag. Wer aber nicht so viel Zeit zu Verfügung hat, sollte sich auf die großen Trails beschränken. 

Das Flamingo Visitor Center hatte leider auch geschlossen. Hier befindet sich ein riesengroßer Parkplatz und ein Hafen. Man kann Boote und Kajaks ausleihen. Das Zentrum wurde in den letzten Jahren durch Hurricane Irma in Mitleidenschaft gezogen. Es waren auch nur vereinzelt Touristen hier. Alles wirkte wie ausgestorben. 

Mit ein wenig Glück gibt's hier Manatees oder Krokodile zu bestaunen. Das hatten wir aber leider nicht. Dafür sahen wir viele Geier, Pelikane und andere exotische Vögel. Da es schon spät am Nachmittag war, beschlossen wir zu unserem Hotel auf Key Largo zu fahren. Da es nur diese eine Straße gibt, muss man also alles wieder retour nach Homestead fahren. Von da aus fährt man dann weiter nach Key Largo. 




Florida Keys


Key Largo ist die größte Insel der Florida Keys und befindet sich am Anfang der Inselkette. Hier hatten wir unser Hotel, damit wir am nächsten Morgen so früh wie möglich über den Overseas Highway nach Key West fahren konnten. Denn der Weg ist lang. Etwa 2 Stunden Autofahrt, wenn man direkt durchfährt. Als wir Abends in Key Largo ankamen, kam noch nicht dieses Karibik-Feeling bei mir auf, welches ich erhofft habe. Die Insel ist relativ groß und es befinden sich hier einige Geschäfte und Hotels. 

Als wir um 9:00 Uhr am nächsten Tag starteten, entschieden wir uns, direkt und ohne Stopps nach Key West zu fahren. Denn dann konnten wir uns einen ersten Endruck verschaffen und die schönsten Plätzchen erspähen. Diese konnten wir dann ja beim Rückweg besuchen. Die Fahrt ist wirklich schön, aber ich muss sagen, dass es sich dann doch etwas in die Länge zieht. In Key West wimmelt es nur so von Menschen. Die Straßen sind verstopft und auf den Straßen bummeln die Touristen. Also wollten wir schnell zum südlichsten Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten. Naja wenn man es genau nimmt, liegt der südlichste Punkt in den Everglades, etwa beim Ort Flamingo, da Key West ja eine Insel ist. Nichtsdestotrotz steht hier eine große bemalte Boje, welche zum Touristen-Hot-Spot wurde. Um ein Foto mit der Boje zu bekommen, muss man sich erst an einer Schlange anstellen. Wir haben dann einfach ein Foto von der "Hinterseite" geschossen.




Aus Zeitgründen beschlossen wir uns dann auch wieder auf den Rückweg zu machen. Ich wollte ja unbedingt noch im "Bahia Honda State Park" Halt machen. Zuerst die ehemalige Bahnverbindung zwischen Homestead und Key West. Zumindest ein Teil davon. Denn 1935 wurde die Verbindung durch den Labor-Day-Hurrikan schwer beschädigt und ist seitdem stillgelegt.

Dann wollte ich hier auch unbedingt noch den Strand sehen. Türkises Wasser, weißer Sandstrand. Einfach paradiesisch. Wären da nicht die vielen Algen gewesen. Der Eintritt war in meinen Augen auch etwas zu teuer. Dort nahmen wir dann auch etwas Sand für unsere Sammlung mit und schossen einige Fotos. Leider mussten wir uns dann auch schon wieder auf den Weg machen. Zu unserem letzten Stopp: Miami Beach.






Miami Beach


Nach etwa 2,5 Stunden Fahrt, kamen wir endlich in Miami Beach an. Je mehr man sich Miami nähert, desto chaotischer wurde der Verkehr. Ein Stau nach dem anderen. Die Kulisse rund um Miami ist natürlich phänomenal. 

Wir wohnten im RIU-Hotel in Miami Beach. Da die Preise für das parken und tanken (das doppelte!) sehr teuer sind, entschied ich mich, den Mietwagen hier abzugeben. Man sollte aber unbedingt die Öffnungszeiten der Mietwagenbetreiber prüfen, denn anders als am Flughafen sind diese nicht rund um die Uhr geöffnet und so kann es passieren, dass man mit dem Auto vor verschlossenen Türen steht. So leider auch in unserem Fall. Das Auto konnten wir trotzdem in der großen Tiefgarage abstellen, mussten uns aber am nächsten Tag gleich um 8:00 abmelden. Inklusive Strafe natürlich. Zum Glück ist das Hotel nur etwa 10 Gehminuten entfernt. 




In Miami Beach gibt es einiges zu sehen. Der berühmte "Ocean Drive", die Lincoln Road und natürlich der schöne Strand. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn wir konnten auch im Meer baden. Mit Blick auf die Skyline. Ganz früh am Morgen, konnten wir den Sonnenaufgang und die Ruhe am Strand genießen, bevor allmählich die Jogger und Spaziergänger auf der Promenade dominierten. So viele sportbegeisterte Menschen wie hier in Miami Beach begegneten uns bisher nicht oft. Aber natürlich ist in Miami Beach ein perfekter Körper ein MUSS, ist doch das ganze Jahr Sommer. 

Zuerst wollte ich eine Hop-On-Hop-Off-Tour durch Miami machen. Mit den wichtigsten Stopps. Darunter die Wynwood Walls. Doch da wir  durchgehend sommerliches Wetter hatten, wollte ich die Zeit nicht im Bus verbringen. Zufällig haben wir eine Station entdeckt, an der man Fahrräder ausleihen kann. Man benötigt nur eine Kreditkarte. Die E-Mailadresse angeben, die Dauer bestimmen und die Fahrradnummer eingeben (steht auf dem Fahrgestell) und los geht's. Ich muss gestehen, es waren einige Versuche nötig, bis wir die Fahrräder aus dem Gestell bekommen haben. Das ist wirklich nicht so einfach.Aber mit ein wenig Schwung hats dann schließlich geklappt. Das System erkennt außerdem wenn das Fahrrad nicht entnommen wurde, somit muss man auch nicht bezahlen, obwohl man es nicht genutzt hat. Sollte das Rad defekt sein, kann man es auch tauschen. Es wird alles genau abgerechnet, auch in den Pausen. Zurückgeben kann man es an einer beliebigen CityBike-Station. Obwohl es etwas teuer ist, würde ich das wieder so machen. Man kann an der Promenade entlang fahren, bis zum Ocean Drive.






Wynwood Walls


Wir machten damit sogar einen Ausflug zu den Wynwood Walls nach Miami. Ca. 1 Stunde pro Weg. Aber dafür hat man stets ein super Ausblick und kann immer stehen bleiben und Fotos machen. Wir fuhren über die Venetian Islands. Mit dem Fahrrad mussten wir auch keine Maut zahlen. Hier gibt es sogar einen Fahrstreifen extra für Fahrradfahrer. Das ist - anders als bei uns - nicht selbstverständlich. Denn oft wussten wir nicht ob wir besser auf dem Gehsteig oder auf der Straßen fahren sollten. Wir entschieden uns dann aber doch für die recht breiten Gehwege. Die Wynwood Walls sind nicht so einfach zu finden. Deshalb haben wir uns einige Male verfahren. Als wir endlich angekommen sind, fanden wir auch gleich eine City-Bike-Station, an welcher wir unser Fahrrad "eincheckten". Die besprayten Wände sind wirklich ein Highlight und ein echter Foto-Hot-Spot für Instagram. Eintritt wird keiner verlangt. Es waren auch weniger Touristen hier als gedacht. Ein Ausflug lohnt sich also. 




Später fuhren wir dann noch zur Lincoln Road. Die Einkaufsstraße von Miami Beach. Das ist der ultimative Ort zum Beobachten von Touristen und Einheimischen. Restaurants, Bars und Shops aller bekannten Marken sind hier zu finden. Es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Mit den vielen Grünflächen und Springbrunnen ist die Straße schön gestaltet. 

Da unser Rückflug erst um 19:00 startete und wir um 12:00 bereits aus dem Hotel auschecken mussten, buchte ich eine Nacht vorher ein Mietauto bei Alamo. Abholung Miami Beach, Abgabe Miami Flughafen. Zu unserem Erstaunen, bekamen wir einen Dodge Challenger, obwohl wir nur einen günstigen Kleinwagen gebucht hatten. Und das ohne Aufpreis. Vermutlich, weil zu dieser Zeit einfach kein anderes Auto zur Verfügung stand. Doch was sollte man in dieser kurzen Zeit noch unternehmen? Da die Dolphin Mall nicht weit vom Flughafen entfernt ist, statteten wir dieser auch noch einen Besuch ab. So konnte ich noch die letzten Souveniers kaufen.

Dann mussten wir schweren Herzens wieder in das kalte und mittlerweile tief verschneite Österreich zurück. Florida ist wirklich ein wunderschönes und faszinierendes Land. Sowohl für Strand- als auch Abenteuerurlauber. Es eignet sich auch super für den ersten USA-Aufenthalt. Vielleicht werden wir ja eines Tages wieder einmal nach Miami fliegen. Jedoch stehen auf meiner Liste noch viele andere beeindruckende Länder und Städte dieser Welt. Der nächste Urlaub ist auf jeden Fall schon in Planung.




Wooden Hut

MyTravelstories

by Cindy Sophie