Urlaub in Vorarlberg [Werbung]

Anfang Juni war ich ein Wochenende im wunderschönen Vorarlberg unterwegs!

Von Donnerstag bis Sonntag durfte ich die schönsten Plätze erkunden, sowie die kulturelle und kulinarische Vielfalt im westlichsten Bundesland Österreichs genießen!

Da ich selber in Vorarlberg lebe, war mir einiges schon bekannt. Aber durch die vielen tollen Aktivitäten, die es im „Ländle“ gibt, waren doch einige neue Eindrücke für mich dabei.


Sicher zu Gast in Vorarlberg


Dieses Jahr ist Reisen etwas anders als sonst. Es gibt viele Regeln und Verordnungen, an die man sich als Gast, aber auch als Gastgeber zu halten hat.

Vorarlberg hat ein ganz tolles Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt. Wie in ganz Österreich gilt generell die 3-G-Regel (Getestet, Geimpft oder Genesen).

Um es den Urlaubern so angenehm wie möglich zu machen, steht jedem Gast pro Tag 1 Selbsttest kostenlos zu Verfügung. Dieser muss dann Online registriert werden und ist für 24 Stunden gültig. So muss man sich bei einem Restaurantbesuch oder ähnlichem keine Gedanken mehr machen.

Außerdem gibt es eine kostenlose Stornoversicherung.


Lech

Wanderung ins Zugertal

Gestartet haben wir am Donnerstag in Lech! Eigentlich war hier eine Wanderung zum idyllischen Formarinsee geplant. Dadurch dass der Winter heuer etwas länger geblieben ist, war der Wanderweg zum Formarinsee noch nicht begehbar. Wir haben es uns aber fest vorgenommen, das im Sommer noch nachzuholen!



Nach dem Check-In im Hotel Mohnenfluh und einem kleinen Mittagessen, machten wir uns dann auch schon auf zu einer kleineren Wanderung von unserem Hotel in Oberlech nach Lech und weiter nach Zug.


Die Wanderung am Lech entlang war recht gemütlich aber richtig schön. Dieser Weg ist übrigens auch Teil vom berühmten „Lechweg“, bei dem die erste Etappe vom Formarinsee nach Lech führt.




Im Winter habe ich hier sogar schon mal eine Winterwanderung gemacht.


Skyspace

Am Abend haben wir den Skyspace-Lech besucht. Dabei handelt es sich um einen speziellen Lichtraum in Oberlech. Entworfen wurde er vom US-Amerikanischen Künstler James Turrell.

Er ist mit einer beweglichen Kuppel ausgestattet, welche bei schönem Wetter manuell geöffnet werden kann.

Bei Einbruch der Dämmerung werden im Skyspace-Lech Wände und Decke in farblich wechselndes Licht getaucht. Der Himmel wird durch die Öffnung als Teil des Raumes empfunden.



Bei unserm Besuch bei Sonnenuntergang, war es leider sehr bewölkt und es hat teilweise stark geregnet. Unter diesen Bedingungen gibt es dann ein spezielles Programm. Dem sogenannten „Ganzfeldraum“. Die Wahrnehmung der Betrachter wird irritiert und verzerrt. Die zuvor noch klar wahrgenommene Raumstruktur löst sich auf.



Ich war wirklich überrascht, wie sehr das Licht und die Farben die eigene Wahrnehmung verändern kann.

Da der Regen kurz eine Pause eingelegt hat, konnten wir noch ganz kurz die Kuppel öffnen. Ich werde mir den Skyspace-Lech auf jeden Fall nochmals bei einem Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ansehen.

Bodensee

Karren

Der Karren ist der Hausberg von Dornbirn (Vorarlbergs größter Stadt). Er ist 971 Meter hoch und kann entweder bequem mit der Karrenseilbahn oder über die zahlreichen Wanderwege erreicht werden. Oben befindet sich außerdem ein Panoramarestaurant.


Mein persönliches Highlight auf dem Karren war die „Karrenkante“. Die Karrenkante ist ein frei begehbarer Steg, der 12 Meter über die Felsklippe hinausragt. Das ist wirklich nichts für schwache Nerven. Wer den Gang über den Steg wagt, wird mit einer atemberaubenden Panoramaaussicht belohnt. Der Blick über das Rheintal, bis weit über den Bodensee und nach Deutschland ist spektakulär. Sogar die markanten Berge der Schweiz sieht man von dort oben.


Außerdem gilt der Karren als Ausgangspunkt für viele weitere Wanderungen in dieser Gegend. Zum Beispiel auf den Staufen oder in die Rappenlochschlucht.

Bregenz

Da ich in Bregenz aufgewachsen bin, kannte ich die Stadt bereits sehr gut. Bregenz ist die Landeshauptstadt von Vorarlberg und liegt direkt am Bodensee. Die Stadt hat ihren ganz besonderen Charme! Das Ufer des Bodensee, die schöne Oberstadt und der Pfänder mit seiner Aussicht!


Bregenz besitzt ein für Städte dieser Größe weit überdurchschnittliches Kulturangebot. Die größte Kulturveranstaltung sind natürlich die Bregenzer Festspiele.

Gegründet im Jahr 1946, findet das „Spiel auf dem See“ seitdem jeden Sommer auf der weltweit größten Seebühne statt. Die Oper wird dann in zwei aufeinanderfolgenden Jahren aufgeführt. Die Bühnenbilder sind immer sehr spektakulär!

Dieses Jahr wird Guiseppe Verdis Oper „Rigoletto“ aufgeführt. Zu unserem Glück, fanden bei unserem Besuch gerade Technik-Proben statt.


Insgesamt gab es schon über 50 verschiedene Bühnenbilder. Im Jahr 2020 mussten die Festspiele übrigens das erste Mal seit Bestehen aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden.

2008 wurden hier sogar einige Szenen des James-Bond-Films „Ein Quantum Trost“ gedreht. Dafür wurden dann auch viele Statisten gesucht. Aber anders als im Film dargestellt, verfügt Bregenz über keinen Flughafen.

Am Abend machten wir noch eine SUP-Sunset-Tour in Hard (Stand Up Paddle). Der Bodensee war sogar schon richtig warm. Angenehme 20 Grad. Der Sonnenuntergang auf dem See war wirklich ein Highlight!


Bregenzerwald

Die letzten beiden Tage haben wir noch im Bregenzerwald verbracht. Übernachtet haben wir in dem neu eröffneten Hotel “Fuchsegg” in Schetteregg.

Georunde Rindberg

Sibratsgfäll ist eine kleine Gemeinde im Bregenzerwald. Sehr sonnig und idyllisch. Aber Sibratsgfäll hat auch eine besondere Geschichte:

Im Mai 1999 setzten sich die Berghänge in der Parzelle Rindberg unaufhaltsam in Bewegung. Einige Häuser sind teilweise sogar bis zu 180 Meter Richtung Tal gewandert.

Anfangs waren die Menschen sehr verwirrt als plötzlich einige Zaunpfähle schief standen.

Betroffen waren etwa 20 Gebäude. Die Kapelle am Rindbergwurde nach einer Verschiebung von insgesamt 180 m sogar komplett zerstört. Sie wurde dann wieder neu aufgebaut. Nun hat sie einen doppelten Boden und kann bei einer erneuten Rutschung innerhalb von 48 Stunden demontiert und abtransportiert werden.


Geologische Untersuchungen ergaben, dass der Hang in 70 m Tiefe mit einer wasserdichten

Lehmschicht durchzogen ist, welche eine Absorption von Schmelz- und Regenwasser erschwert. Wird der Druck durch Wasser zu groß, gerät das Erdreich in Bewegung. Dieses Naturereignis wird statistisch für alle 300 Jahre angenommen.

Die Bürger von Sibratsgfäll standen nun vor noch nie da gewesenen Herausforderungen. Die Grundstücksgrenzen verschieben sich, Rutschkörper müssen stabilisiert werden, etc. Aber die Menschen lassen sich nicht unterkriegen. Sie haben gelernt mit der Natur und der Geologie umzugehen und mit ihr zu leben.


Dieses Ereignis hat jedoch auch tiefe Spuren hinterlassen! Um an dieses Trauma zu erinnern, wurde die Georunde Rindbergins Leben gerufen.

Gestartet haben wir bei „Felbers schiefem Haus“. Dieses ehemalige Ferienhaus ist so schief, dass mir beim Betreten sogar richtig schwindelig wurde. Hier spürt man die immense Kraft der Natur. Insgesamt umfasst die Runde 13 verschiedene Stationen.

Der Rundweg ist konditionell nicht sehr anspruchsvoll und dauert etwa 2 Stunden.



Werkraum Bregenzerwald

Am Mittag waren wir noch zu Besuch im Werkraumhaus in Andelsbuch.

Der Werkraum Bregenzerwald ist ein regionaler Zusammenschluss von Handwerks- und Gewerbetreibenden des Bregenzerwaldes. Kern des Vereins ist das kooperative Miteinander. Im Werkraum Bregenzerwald sind aktuell rund 100 Betriebe zusammengeschlossen – eine innovative Plattform des Handwerks. Die Mitglieder sind mittelständische, in der Regel familiengeführte Unternehmen, manche mit einer reichen Tradition.



Es gibt auch einen kleinen Shop, in dem man tolle regionale Produkte kaufen kann.

Das Werkraumhaus bringt mit der Werkraum Küche außerdem noch regionale Handwerkskultur und Gastlichkeit unter ein gemeinsames Dach!

BUS:STOP Krumbach

Internationale Architekten aus 7 verschiedenen Ländern haben 7 verschiedenen Bushaltestellen entworfen.

China

Den Architekten war wichtig, dass die Landschaft im Fokus steht und planten deshalb eine Camera Obscura mit einem großen Fenster an der Rückwand.


Norwegen


Sehr reduziert und traditionell als Holzkonstruktion mit Schindeln verkleidet. Außerdem ist das Häuschen mit einer Zuschauer-Tribüne ausgestattet, so dass man beim Warten den dahinterliegenden Tennisplatz sehen kann.


Russland


Dieser Turm aus Holz steht am Rande eines Grundstücks mit einem Einfamilienhaus. Kein einfacher Ort für eine Bushaltestelle – aber perfekt gelöst.


Belgien


Inspiriert von den Bergen, wurde diese Haltestellen in den verschiedensten Grautönen gestaltet.


Spanien


Die Architekten waren fasziniert von den rohen, unbehandelten Eichenbrettern und deren Schichtung in den Trockenlagern der Handwerksstätten im Bregenzerwald.


Chile


Diese Bushaltestelle soll an eine Bregenzerwälder Stube erinnern. Ein präzise detaillierter

Glaspavillon mit einer Kasettendecke aus schwarzem Beton und drei Holzstühlen als Sitzgelegenheit.


Japan

Dieser BUS:STOP fällt etwas aus der Reihe! Denn er hat im Gegensatz zu den anderen kein Dach und bietet somit auch keinen Schutz vor Witterung. Bestehend aus vielen dünnen Eisenstangen, stellt die Haltestelle einen Wald dar. Ursprünglich sollte der aus Bambusstanden bestehen. Das war jedoch aufgrund der Wetterverhältnissen im Winter nicht möglich.



Belohnt wurden die Architekten mit einem Urlaub im Bregenzerwald.

Fazit


Wie ihr sehr hat Vorarlberg unglaublich viel zu bieten! Egal ob sportlich, kulturell oder kulinarisch. Es ist einfach für jeden was dabei. Mit dem tollen Sicherheitskonzept steht einem Urlaub also nicht mehr im Wege!

Wooden Hut

MyTravelstories

by Cindy Sophie